Fairtrade-School Edith-Stein-Schule

18.06.2016

Dank des Einsatzes mehrerer Schülerinnen ist die Edith-Stein-Schule Ravensburg nun die erste "Fairtrade-School" im Landkreis Ravensburg.

Fünf Schülerinnen der Edith-Stein-Schule in Ravensburg haben Initiative ergriffen und ein Projekt für fairen Handel gestartet. Ziel ihres Vorhabens sollte es sein, ihre Schule zu einer "Fairtrade-School" zu machen. Mit dem Projekt
wollten die Schülerinnen dazu beitragen, fairen Handel zu fördern und dadurch bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung für Menschen in
afrikanischen Billiglohnländern voranzutreiben. Die Bezeichnung als "Fairtrade-School" darf dann verwendet werden, wenn eine Schule insgesamt fünf Kriterien
erfüllt, die von "Fairtrade Deutschland" festgelegt wurden.

Die Aula der Edith-Stein-Schule ist komplett gefüllt, fast jeder Platz belegt. Zum Auftakt der Feier spielt eine Schülerband. Grund des Zusammenkommens von Schülern, Lehrern, Eltern und des Baienfurter Bürgermeisters Günter A. Binder, der gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins der Edith-Stein-Schule ist, ist die Auszeichnung der Edith-Stein-Schule als erste "Fairtrade-School" im Kreis Ravensburg.

"Die Schüler haben das Projekt initiiert und sind später an die Lehrer mit ihrer Idee herangetreten, die sie dann bei der Umsetzung unterstützt haben", erklärt Silvia Ranzinger, Lehrerin an der Edith-Stein-Schule. Die Schülerinnen, von denen sie spricht, sind Julia Sterk, Lena Mägerle, Lina Stern, Maximiliana Böhm und Antonia Schillinger. Alle gehen in dieselbe Klasse und hatten sich im Englischunterricht einen Film angeschaut, der kommerziellen mit fairem Handel verglich. Dieser Film
veranlasste die Schülerinnen schließlich dazu, selbst etwas zu unternehmen. Ihre Englischlehrerin Bettina Liebl war es dann, die sie auf die Kampagne von "Fairtrade
Deutschland" hinwies.

Ein Kriterium, um als "Fairtrade-School" ausgezeichnet zu werden, ist es, einmal im Jahr eine Aktion für fairen Handel an der Schule zu veranstalten. Beim "fairen
Frühstück", dass die Schülerinnen schon dreimal an der Edith-Stein-Schule organisiert haben, verwendeten sie faire Produkte und Brot von "Fairteiler". Diese Organisation sammelt Brot vom Vortag ein, um es weiterzugeben und so vor der Mülltonne zu bewahren.
Mittlerweile zählt das Fairtrade-Team mehr als 25 Schüler. "Es gibt einige, die das Projekt sehr interessiert hat, andere hatten überhaupt kein Interesse daran", erklärt
Julia Sterk. Die fünf Initiatorinnen haben dieses Jahr ihr Abitur gemacht und werden die Schule verlassen. Sie hoffen, dass das Projekt weiter bestehen wird, denn alle
zwei Jahre wird das Zertifikat erneut überprüft.

"Herausragend ist es, dass die Initiative allein von den Schülern kam und ohne etwas dafür zu bekommen" freut sich der Schulleiter Peter Greiner. 

Die fünf Kriterien einer "Fairtrade-School":

1. Die Gründung eines mindestens fünfköpfigen Fairtrade-Schulteams, dass aus Lehrern, Schülern und Eltern besteht.

2. Es muss ein Fairtrade-Kompass erstellt und vom Schulrektor unterzeichnet werden.Dabei handelt es sich um ein Dokument, das die Teilnahme an der Kampagne und die Unterstützung des fairen Handels bestätigt.

3. Fairtrade-Produkte müssen an der Schule gehandelt und verzehrt werden.

4. Das Thema fairer Handel muss im Unterricht behandelt werden.

5. Mindesten einmal im Schuljahr muss eine Aktion zum Thema Fairtrade veranstaltet werden.

Edith-Stein-Schule ist erste Fairtrade-School in Ravensburgzoom
Organisationsteamzoom
Überreichung der Urkunde zoom
Unterstützt durch:
                                                           
                                                  

x